8 Schulklassen der Ernst-Penzoldt-Hauptschule mit insgesamt ca. 180 Schülerinnen und Schüler von der 6. bis zur 9. Klasse besuchten im
letzten Jahr zu diesem Zweck jeweils für einen Schultag das Easthouse.Den Mitarbeitern der offenen Jugendarbeit im Easthouse und dem Lehrerkollegium der Ernst-Penzoldt-Hauptschule war es ein Anliegen Sorgen und Nöte,
Probleme und Konflikte der Schülerinnen und Schüler ernst zunehmen und sie gleichzeitig selbst an Lösungsstrategien und Verbesserungen zu beteiligen. Fairness, Verständnis für unterschiedliche Kulturen, Zustand und
Attraktivität der schulischen Räume, aber auch Gewalt, Drogen, Alkohol und Rauchen wurden von den Schülern selbst als Konfliktthemen wahrgenommen, formuliert und diskutiert. Mit viel Kreativität und Energie
engagierten sich die Schüler begeistert an dieser wie sie selbst resümierten, anstrengenden aber coolen Werkstatt.
In drei Phasen (Kritikphase, Phantasiephase und Verwirklichungsphase) lernten die
Schülerinnen und Schüler, das Motzen und Forderungen stellen nicht hilft Probleme zu lösen. Sich gegenseitig ernst nehmen und akzeptieren sind dabei genauso wichtig wie gegenseitige Wahrnehmung, persönliches Engagement,
gegenseitige Unterstützung, gemeinsames, aber auch überlegtes, strukturiertes und planvolles Handeln.
Die Kooperationsveranstaltung des Stadtjugendringes mit der Ernst-Penzoldt-Hauptschule
wurde von der offenen Jugendarbeit im Easthouse unter Leitung von Herrn Werner Strahwald durchgeführt und moderiert. Am Montag den 24. Januar fand mit dem Lehrerkollegium und dem Direktorat der Schule eine Auswertung
statt.
Erarbeitete Lösungsansätze in den Themenbereichen Schüler-Lehrer und Schüler untereinander zeigten zum Teil sofortigen Erfolg oder wurden zu Weiterbearbeitung im Schulunterricht vorbereitet und von
den Schülern an die Klasse und die Klassenleitung weitergegeben. Lösungsansätze für Konfliktthemen und Problemsituationen im Bereich Schule allgemein die der Unterstützung des Lehrkörpers, der Schulleitung oder des
Gebäudemanagements der Stadt bedürfen wurden in einer Gesamtauswertung zusammengefasst. Nach Überprüfung auf organisatorische, finanzielle und rechtliche Probleme wird sich zeigen in wie weit diese sinnvoll und
umsetzbar sind. Doch schon jetzt ist klar, die Zukunftswerkstatt Schule hat durch Akzeptanz, Ernst nehmen und Beteiligung der Schüler und Schülerinnen zum einen, ein Erfahrungs-, Experimentier- und Lernfeld für die
Teilnehmer geboten und zum anderen gezeigt, das gemeinsame Konfliktlösungen nicht nur machbar sind, sondern auch Eigeninitiative, Engagement und Begeisterung bei den Betroffenen wecken können.